Ems Dollart Region - Radtouristen und „Bootjefahrer" profitieren von grenzübergreifender Zusammenarbeit

12 februari 2010

Radtouristen und „Bootjefahrer" profitieren von grenzübergreifender Zusammenarbeit


Im Projekt „Netzwerk Toekomst" haben sich 20 deutsche und niederländische Partner aus der Tourismusbranche zusammengeschlossen, um gezielt Attraktionen der Region noch attraktiver zu machen.

Interaktiver Radroutenplaner
Immer mehr Fahrradtouristen wissen das Gebiet der Ems Dollart Region zu schätzen. Künftig wird ein grenzübergreifender, interaktiver Radroutenplaner das Gebiet für diese Zielgruppe noch attraktiver machen. Unter der Federführung des Touristikverbandes Emsland sollen alle relevanten Informationen gesammelt werden und - ähnlich einem Navigationsgerät für Autofahrer -  über eine interaktive Karte Radtouristen zur Verfügung gestellt werden. Routen werden grenzübergreifend berechnet, Interessantes am Wegesrand aufgezeigt. Dafür werden vorhandene Radroutennetze, wie zum Beispiel die „United Countries Tour" oder die „Internationale Dollardroute", verknüpft. Individuelle Routenplanung per Mausklick heißt die Devise der Zukunft. Bis Ende 2013 stehen dafür im Rahmen des Projektes „Netzwerk Toekomst" über 2,3 Millionen Euro zur Verfügung. Projektpartner sind neben dem Touristikverband Emsland die Ostfriesland Tourismus GmbH und der Landkreis Cloppenburg. Auf niederländischer Seite beteiligen sich die Recreatieschap Drenthe und die Provinz Groningen.

Dollartquerung
Die Fährverbindung über den Dollart fördert die Vernetzung verschiedener touristischer Angebote beiderseits der Grenze. Sie ist auch eine besondere Attraktion der „Internationalen Dollardroute". Dass ab 2010 wieder regelmäßig eine Fähre über den Dollart fährt ist dem entsprechenden Teilprojekt im „Netzwerk Toekomst" zu verdanken. Künftig kann man seine Fahrkarte im Internet buchen und dort natürlich auch die Fährzeiten abrufen. Bei entsprechender Akzeptanz soll die „schwimmende Brücke" zwischen Deutschland und den Niederlanden auch über das Projekt hinaus langfristig angeboten werden. Bis Ende 2013 stehen 400.500 Euro Unterstützung zur Verfügung.

Wasserwegenavigator
Für Wassersportler wird das Gebiet der Ems Dollart Region (EDR) künftig noch attraktiver: Im Rahmen des deutsch-niederländischen Projektes „Netzwerk Toekomst" wird ein Wasserwegenavigator entwickelt. Über Handy oder Laptop sollen künftig nicht nur nautische Informationen abrufbar sein, sondern auch Tipps, wo man gut Essen gehen kann, wo es Interessantes zu sehen gibt oder was an kulturellen Attraktionen geboten wird. Über das durch Informations- und Kommunikationstechnik (IKT)-gesteuerte System kann der Wassersportler unabhängig davon, ob er auf dem Wasser ist oder an Land liegt, über alle Informationen verfügen, die er haben möchte. Das können Informationen über Liegeplätze, Brückenöffnungszeiten und Durchfahrtshöhen, aber auch über kulturelle Aktivitäten, Restaurants, Geschäfte, medizinische Einrichtungen, Sport- und Wellnessangebote, Fahrrad- und Wanderwege oder Veranstaltungen sein. Diese Informationen werden zur Verfügung gestellt von Anbietern wie Touristik-Informationen, Kulturveranstaltern, Gemeinden, Marketingorganisationen, Yachthäfen sowie lokalen Unternehmern, nicht nur aus dem Hotel- und Gaststättengewerbe. Zunächst wollen die Projektpartner unter der Leitung der Provinz Friesland die entsprechenden Informationen sammeln und sie dann gebündelt den Wassersportlern über ein Portal zugänglich machen. Auf deutscher Seite sind die Städte Emden und Leer beteiligt, auf niederländischer Seite die Gemeenten Leeuwarden, Sneek und Winschoten, die Recreatieschap Drenthe, die Internet Academie Leeuwarden und die Technische Universiteit Delft. Bis Ende 2013 stehen hierfür rund eine Million Euro zur Verfügung.

Weltnaturerbe Wattenmeer
Die UNESCO hat den 400 Kilometer langen Küstenstreifen des deutsch-niederländischen Wattenmeers zum Weltnaturerbe erklärt. Es kann nun im gleichen Atemzug mit weltberühmten Naturwundern wie dem Great Barrier Reef in Australien, dem Grand Canyon in den USA, dem Kilimandscharo in Afrika und den Galapagos-Inseln im Pazifischen Ozean genannt werden. Um die intensive Vermarktung dieser Auszeichnung wollen sich unter der Leitung der Nordsee GmbH deutsche und niederländische Projektpartner kümmern. 915.000 Euro stehen hierfür bis Ende 2013 zur Verfügung. Das Weltnaturerbe Wattenmeer soll in einer entsprechenden PR-Kampagne besonders herausgestellt werden, beispielsweise als attraktive Erlebniswelt und Kraftquelle im Bereich Gesundheit/Wellness/Thalasso. Das Teilprojekt im Rahmen von „Netzwerk Toekomst" hat Pilotcharakter für die angrenzenden Wattenmeerregionen. Niederländische Projektpartner sind „Marketing Groningen", die Stichting Waddenfederatie und „Fryslân Marketing".

Bustourismus-Marketing
Auch vom Bus aus kann man das Gebiet der Ems Dollart Region erleben. Um die Region gezielt auch als bustouristische Destination zu profilieren wird eine gezielte Marketingstrategie entwickelt. Darüber hinaus sollen die vorhandenen Angebote besser vernetzt werden und verstärkt grenzübergreifende Ausflüge per Bus angeboten werden. Diese Ziele hat sich die Ostfriesland Tourismus GmbH auf die Fahnen geschrieben, die sich im Rahmen des Projektes „Netzwerk Toekomst" federführend um das Bustourismus-Marketing kümmert. Ab 1. März gibt es einen festangestellten Mitarbeiter bei der OTG, der als Ansprechpartner für Busunternehmen die regionalen Angebote koordinieren und vermarkten wird. Dafür stehen bis Ende 2013 rund eine Million Euro zur Verfügung. Neben der OTG beteiligen sich auf deutscher Seite die Emsland Touristik, der Landkreis Cloppenburg, der Internationale Naturpark Bourtanger Moor-Bargerveen und auf niederländischer Seite der Tourismusverband Marketing Groningen.

Web 2.0
Unter der Federführung der Ostfriesland Tourismus GmbH wird im Rahmen des Projektes „Netzwerk Toekomst" eine interaktive Internetplattform für die nördliche deutsch-niederländische Grenzregion entwickelt. „Web 2.0" steht für das „Mitmach-Web", Nutzer können ihre Empfehlungen dort kundtun, Bewertungen abgeben. Entsprechende Plattformen gewinnen besonders im Tourismus immer mehr an Bedeutung, insbesondere auf deutscher Seite gibt es hier noch Nachholbedarf. Bis Ende 2013 stehen hierfür 715.952 Euro zur Verfügung.

Grenzland Festungsland
Auf historischen Pfaden wandeln die Beteiligten des Teilprojektes „Grenzland Festungsland": Unter der Leitung der Touristik GmbH Südliches Ostfriesland sollen insbesondere auf deutscher Seite historische Festungs- und Schanzenanlagen untersucht werden. Auf niederländischer Seite wurde bereits intensiv daran gearbeitet, verloren gegangene Schanzen- und Festungsstrukturen sichtbar zu machen: Nicht nur die Festung Bourtange gilt als Prachtstück, das weit über die regionalen Grenzen hinaus bekannt ist, auch in Oudeschans und Nieuweschans wurden die alten Festungsstrukturen aufwändig rekonstruiert. Auf deutscher Seite liegen die Dieler Schanzen und die Festung Leerort noch brach, ebenso alte Steinhäuser. Mit intensiven archäologischen Untersuchungen, die federführend von der Ostfriesischen Landschaft betreut werden, will man die alten Strukturen naturnah sichtbar machen und Informationstafeln aufstellen. Ziel ist es, eine grenzübergreifende Festungstour zu entwickeln und einen gemeinsamen Festungsführer zu erstellen. Bis Ende 2013 stehen für dieses Teilprojekt 375.000 Euro zur Verfügung.

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